Tango Argentino in Neubrandenburg

 

 

- Mittwochs, um 18.30 Uhr und 20 Uhr im Cafe Zur Alten Post.

(Gegenüber vom Bahnhof in der Stargarder Straße)

- Freitags um 8.30 nach Anmeldung unter 0170 733 34 02 in der Physiotherapiepraxis Remus am Oberbach

 

 

 ”Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von den Schwere der Dinge,

bindet den Vereinzelten zu Gemeinschaft!

Augustinus Aurelius

 

Über mich und die Freude am Bewegen und Bewegt werden

 

Was meine Eltern zutiefst sonderbar fanden, beglückte mich als Kind unsagbar. Ich turnte unentwegt in den Bäumen umher, rannte mit dem Wind, der die Wellenbewegungen in den Getreidefeldern zu einer einzigen, sich ständig erneuernden Welle machte, leichtfüßig um die Wette und erfreute mich daran, wie beim Planschen in den herrlichen Mecklenburger Seen meine Gliedmaßen so leicht und frei auf dem Wasser treiben konnten.

Mein ganzes Wesen war derart beseelt und ergriffen, dass ich mich “der Sache“ mit Haut und Haar verschrieb und fortan die Aspekte von Bewegung in vielen Spiel- und Sportarten (z.B. Turnen, Reiten, Surfen, Kampfkünste u.a.) untersuchte. Bei all dem bin ich sehr erfolgreich geworden – zwar nicht als Sieger in einer dieser als Wettkampfdisziplin, aber im beharrlichen Erforschen von Bewegung(en).

 

Der Tango ist seit fast 20 Jahren Wegbegleiter und Aufgabe gleichermaßen. Von Meilenstein zu Meilenstein habe ich von namhaften wie unerkannten Lehrern profitiert und bei der außergewöhnlichen Maria del Carmen Rozas eine Tangotanzlehrerausbildung absolviert.

 

Mit dem Meistern der Tanzschritte im angewandten Tanz alleine habe ich mich dabei nie zufrieden gegeben. Immer interessierten mich auch die Fragen nach dem Sinn und den zugrundeliegenden Mechanismen des Tanzes.

Auf der Suche nach einer dynamischen Körperausrichtung, einer optimalen Kraftübertragung und dem „Flow- Erlebnis“ begegneten mir Bewegungspioniere wie z.B. Mabel Todd und Rudolf von Laban, und mit ihnen wurde das Wissen um die Komplexität der dreidimensionalen Bewegungsabläufe plötzlich fühlbar.

Aus meiner Frage: „Was ist richtig?“ wurde: „Was ist sinnvoll?“, und seither erlebe ich die Magie um das Funktionieren des Körpers am eigenen Leib. Es ist so phantastisch, wie der menschliche Körper aufgebaut ist und die Fähigkeit besitzt, sich entsprechend unserem Willen zu verändern.

Seit Jahren beschäftigen mich ebenso die Fragen: „Was ist denn Tanz überhaupt?“ und „Worin zeigt sich Tanz im Tango?“

Im Prozess der spannenden Auseinandersetzung mit Dokumenten und Zeugnissen berühmter Tänzer, Choreografen und Theoretikern, die Tanzgeschichte geschrieben haben, begegneten mir glücklicher Weise Nicole Nau und Luis Pereyra. Sie haben mir ein neues Universum eröffnet: das Erleben, die zeitlichen und räumlichen Dimensionen der Musik als Paar ganz und gar mit Bewegung zu erfüllen.

Ich habe schon einen kleinen Vorgeschmack davon bekommen, was da noch so kommt. Das Weitergehen bzw. Weitertanzen lohnt sich allemal.