Tango tanzen beginnt mit dem ersten Schritt

Wer glaubt, dass Tango ausschließlich kunstvoll elegante Beinakrobatik und kompliziert anmutendes Figurendrehen ist, hat sich wahrscheinlich von Darbietungen in Bühnenqualität beeindrucken lassen.

Ob erstrebenswert oder nicht: jenes scheinbar Unerreichbare hat auch mal mit dem ersten Schritt begonnen. In den Salons, wo man sich zum Tangotanzen trifft, sind derlei Solonummern jedenfalls unpraktisch im Hinblick auf die räumliche Ausdehnung eines Tanzpaares (man hat die Tanzfläche zumeist nicht für sich allein), und dass sich der Absatz des in rekordverdächtiger Geschwindigkeit nach hinten sausenden hoffentlich lockeren Beines der Tanguera in die Schenkel der anderen Tanzenden bohrt, sollte eher die Ausnahme bleiben.

Der alltagstaugliche, tanzbare Tango kommt ohne akrobatische Höchstleistungen und Choreografien aus und ist eigentlich so einfach wie Spazierengehen. Auf tolle » Figuren « braucht man auch nicht zu verzichten. Aber immer eins nach dem anderen. Es beginnt, wie bei allen anderen Sachen auch, am Anfang: mit dem ersten Schritt. Und der führt(e) Euch ins Tangolito!